1. Allgemeines
1.1. Was der KI Sales Assistent macht
Der KI Sales Assistent begleitet Sie direkt im Verkaufsprojekt. Er liest alles, was in SELLSATION zu diesem Projekt steht – Aktivitäten, Angebote, Termine, E-Mails, Notizen, beteiligte Personen – und beantwortet drei Fragen:
- Deal Summary: Wo steht dieses Projekt? Ein Überblick in wenigen Sätzen statt langer Aktivitätenliste.
- Next Best Actions: Was sollte ich als Nächstes tun, um zum Kaufabschluss zu kommen? Konkrete Vorschläge, jeder mit Begründung.
- Buying Center: Wer trifft die Kaufentscheidung? Die Entscheidungsträger beim Kunden, nach Wichtigkeit gereiht.
Der Assistent ersetzt keine Eingaben. Er wertet aus, was ohnehin erfasst ist, und schlägt vor. Sie entscheiden, was davon Sie übernehmen. Ohne Ihren Klick wird nichts versendet und nichts angelegt.
1.2. Den KI Sales Assistenten öffnen
Öffnen Sie ein Verkaufsprojekt in der Detailansicht. Über den markierten Button „KI Sales Assistent" öffnen Sie den Assistenten. Er erscheint rechts neben der Detailansicht.
Bild 1 – Button „KI Sales Assistent" in der Detailansicht
Der Button erscheint nur, wenn drei Dinge zutreffen:
- Der KI Sales Assistent ist für Ihren Mandanten freigeschaltet.
- Sie befinden sich in einem Verkaufsprojekt, nicht bei einem Kunden ohne Projekt.
- Sie sind nicht im Bearbeiten-Modus. Sind Sie es, speichern oder brechen Sie zuerst ab.
Mit dem × rechts oben schließen Sie den Assistenten wieder.
Beim Öffnen rechnet der Assistent neu. Das kann einige Sekunden dauern, weil die gesamte Historie ausgewertet wird. Solange Sie im selben Projekt bleiben, bleibt das Ergebnis erhalten; wechseln Sie das Projekt, wird neu gerechnet.
1.3. Die drei Bereiche
Der Assistent öffnet rechts neben der Detailansicht – Bild 2 zeigt das. Die Bilder 3 bis 7 sind vergrößerte Ausschnitte dieses rechten Bereichs, damit die Beschriftungen lesbar bleiben.
Der Assistent hat drei Reiter:
- Deal Summary – der Überblick über das Projekt
- Next Best Actions – empfohlene nächste Schritte; die Zahl daneben zeigt, wie viele Vorschläge es gibt
- Buying Center – die Entscheidungsträger beim Kunden; die Zahl daneben zeigt, wie viele Personen bewertet wurden
Bild 2 – Der Assistent rechts neben der Detailansicht, mit seinen drei Reitern
2. Deal Summary
2.1. Die Karten im Überblick
Bild 3 – Deal Summary, oberer Bereich
- Kurzüberblick – Der Stand des Projekts in wenigen Sätzen.
- Key Fakten – Die wichtigsten Meilensteine mit Datum.
- Geschätzte Abschlusschance – Die errechnete Wahrscheinlichkeit in Prozent.
- Deal Score – Wie wichtig das Projekt gerade ist.
Bild 4 – Deal Summary, unterer Bereich
- Offene Punkte / Risiken – Was dem Abschluss im Weg steht.
- Aktionen Historie – Wer wann was gemacht hat.
2.2. Kurzüberblick
Zwei bis vier Sätze zum Stand des Projekts: in welcher Phase es ist, was bereits versendet oder durchgeführt wurde, wer eingebunden war und was als Nächstes ansteht.
Bei einem abgeschlossenen Projekt steht hier stattdessen ein Rückblick in der Vergangenheit: wie der Abschluss zustande kam.
2.3. Key Fakten
Die erkannten Meilensteine, jeweils mit dem Datum des Belegs. Möglich sind beispielsweise:
| Eintrag | Woher er kommt |
|---|---|
| Angebot versendet | aus Aktivitäten und E-Mails erkannt |
| Persönlicher Termin durchgeführt | aus Terminen erkannt |
| Präsentation durchgeführt | aus Aktivitäten erkannt |
| Referenzen versendet | aus E-Mails und Notizen erkannt |
| Mehrere Entscheider beteiligt | aus den beteiligten Personen |
| Geschäftsführung eingebunden | aus Positionen und Rollen |
| Budget erwähnt | aus Texten erkannt |
| Unterstützer vorhanden | aus Rollen und Texten |
| Häufige Kommunikation | aus der Zahl der Kontakte |
| Erstkontakt, Letzte Aktivität | aus dem Projektdatensatz |
| „150 Aktivitäten erfasst" | Zählung |
| „6 Ansprechpartner eingebunden" | Zählung |
Welche Meilensteine überhaupt erkannt werden, hängt an den Faktoren, die in der Administration beim KI Sales Assistenten eingestellt sind. Legen Sie dort einen eigenen Faktor an, taucht er hier als weiterer Key Fakt auf.
Sichtbar sind zunächst vier Einträge. Über Mehr anzeigen sehen Sie die vollständige Liste, über Weniger anzeigen klappen Sie sie wieder zu.
Jede Zeile ist anklickbar. Ein Klick springt in die Aktivitätenliste des Projekts genau zu dem Eintrag, aus dem der Fakt stammt. So können Sie jede Aussage nachprüfen.
Gibt es nichts abzuleiten, steht dort: „Keine Key Fakten aus der Historie ableitbar."
2.4. Geschätzte Abschlusschance
Die Karte zeigt drei Dinge:
- den Prozentwert groß in der Mitte,
- rechts oben die Vertrauensstufe – Niedrig (unter 30 %), Mittel (unter 60 %), Hoch (unter 85 %), Sehr hoch (darüber),
- darunter die Zeile „Basierend auf x positiven und y negativen Faktoren aus der Aktivitätenhistorie."
Bei einem abgeschlossenen Projekt heißt die Karte Ergebnis Abschlusschance. Statt der Vertrauensstufe steht dann der Phasenname, der Wert ist 100 % bzw. 0 %, und bei einem gewonnenen Projekt erscheint ein Pokal.
Unter der Karte steht der Schalter Von der KI berechnete Abschlusschance in das Projekt übertragen. Schalten Sie ihn ein, übernimmt das Feld „Chance" des Projekts den errechneten Wert – und zwar dauerhaft: Bei jedem Öffnen des Assistenten wird der Wert nachgezogen, solange sich die Einschätzung ändert. Das wirkt sich auf alles aus, was mit der Chance rechnet, etwa Prognosen und Auswertungen.
Schalten Sie ihn wieder aus, bleibt der zuletzt übertragene Wert stehen und lässt sich wie gewohnt von Hand ändern. Der Schalter gilt je Projekt und erscheint nur bei laufenden Projekten – bei einem abgeschlossenen Projekt gibt ohnehin die Phase den Wert vor.
Bild 9 – Der Schalter „Von der KI berechnete Abschlusschance in das Projekt übertragen"
2.5. Die Faktoren dahinter
Über den Link Faktoren ansehen öffnet sich eine Aufstellung, wie der Prozentwert zustande kommt. Sie enthält:
- Positive Faktoren und Negative Faktoren, jeweils mit dem Beitrag in Prozentpunkten („+6", „−10"), einem Begründungssatz und der Quelle – also dem Beleg aus der Historie, aus dem der Faktor stammt.
- Den Basiswert: das am Projekt gepflegte Feld „Chance". Ist dort nichts hinterlegt, startet die Rechnung bei 50 %. Wie dieser Wert zustande kommt, legen Sie in der Administration unter der Chancen-Berechnung fest: freie Eingabe am Projekt, ein fester Prozentwert je Phase des Verkaufsprozesses, oder ein Fragenkatalog, bei dem Themen, Fragen und Antworten eigene Gewichtungen tragen. Die Prozentwerte je Phase pflegen Sie dabei im Verkaufsprozess, ebenfalls in der Administration.
- Das Ergebnis.
Die folgende Tabelle ist eine Beispielliste. Welche Faktoren es gibt und wie stark sie zählen, ist in der Administration konfigurierbar – bei Ihnen können also andere Faktoren und andere Werte stehen:
| Positiver Faktor | Beitrag | Negativer Faktor | Abzug |
|---|---|---|---|
| Angebot versendet | +12 | Konkurrenzangebot offen | −12 |
| Persönlicher Termin | +10 | Lange Inaktivität | −10 |
| Präsentation durchgeführt | +8 | Kein Entscheider erkannt | −8 |
| Mehrere Entscheider | +8 | Entscheidung mehrfach verschoben | −8 |
| Geschäftsführung eingebunden | +8 | Überfällige Aufgaben offen | −6 |
| Referenzen versendet | +6 | Entscheidungstermin fehlt | −5 |
| Budget erwähnt | +6 | ||
| Unterstützer vorhanden | +6 | ||
| Häufige Kommunikation | +6 |
Welche Faktoren es gibt, wie stark sie zählen und ob sie überhaupt angewendet werden, stellen Sie in der Administration beim KI Sales Assistenten ein. Dort legen Sie auch eigene Faktoren an – mit eigenem Namen, einer Beschreibung und Stichwörtern, nach denen der Assistent in der Historie sucht.
Zwei Besonderheiten sind bewusst so gebaut:
- Positive Faktoren zählen nur halb, negative voll. Ein versendetes Angebot bringt also +6 Punkte, ein Konkurrenzangebot kostet −12. Die Schätzung ist absichtlich vorsichtig.
- Nach oben ist bei 85 % Schluss. 100 % gibt es nur, wenn das Projekt tatsächlich gewonnen ist.
Die Halbierung gilt allerdings nur, solange niemand eigene Gewichte hinterlegt hat. Sobald in der Administration eigene Werte eingetragen sind, zählt der eingetragene Wert unverändert – er wird nicht noch einmal halbiert. Wer dort also „6" einträgt, bekommt auch 6 Punkte.
2.6. Deal Score
Unter der Abschlusschance steht der Deal Score: eine Stufe und eine Punktzahl, etwa „Hoch" und 72. Die beiden Werte beantworten verschiedene Fragen. Die Abschlusschance sagt, wie wahrscheinlich der Abschluss ist. Der Deal Score sagt, wie wichtig dieses Projekt gerade ist – und bestimmt damit die Reihenfolge der Karten im Reiter Next Best Actions.
Darunter steht, worauf der Wert beruht: „Basierend auf x positiven und y negativen Faktoren aus Ihrer Deal-Score-Konfiguration." Über Faktoren ansehen sehen Sie die einzelnen Faktoren mit ihrem Beitrag, genau wie bei der Abschlusschance.
Welche Faktoren in den Deal Score eingehen und wie stark sie zählen, stellen Sie in der Administration ein.
2.7. Offene Punkte und Risiken
Dieselbe Darstellung wie bei den Key Fakten, nur mit Warnsymbol: vier Einträge sichtbar, Mehr anzeigen für den Rest, jede Zeile führt zum Beleg. Möglich sind beispielsweise „Konkurrenzangebot offen", „Lange Inaktivität", „Kein Entscheider erkannt", „Entscheidung mehrfach verschoben", „Überfällige Aufgaben offen" und „Entscheidungstermin fehlt".
Auch diese Liste kommt aus den Faktoren in der Administration – dort schalten Sie einzelne Risiken ab oder nehmen eigene dazu.
Ist nichts zu beanstanden, steht dort „Keine offenen Risiken erkannt."
Bei einem abgeschlossenen Projekt heißt die Karte Analyse und enthält zusätzlich als ersten Eintrag die Phase, in die das Projekt verschoben wurde – bei einem Gewinn mit Pokal statt Warnsymbol.
2.8. Learnings
Diese Karte sehen Sie nur bei gewonnenen oder verlorenen Projekten – in einem laufenden Projekt gibt es sie nicht. Sie enthält bis zu drei Erkenntnisse, etwa „Der persönliche Termin stärkte das Vertrauen des Kunden, nächstes Mal wieder einplanen." Gibt es nichts Brauchbares, entfällt die Karte.
Bild 8 – Learnings, hier bei einem gewonnenen Projekt
2.9. Aktionen Historie
Die letzten fünf Meilensteine mit Datum und Benutzer – versendete Angebote, Präsentationen, persönliche Termine, Referenzen, erwähntes Budget.
Der Button Alle Aktivitäten anzeigen wechselt in die vollständige Aktivitätenliste des Projekts. Dieselbe Karte finden Sie auch unten im Reiter Next Best Actions.
3. Next Best Actions
Im Reiter Next Best Actions schlägt der Assistent die nächsten Schritte vor. Grundlage sind ähnliche erfolgreiche Projekte und der aktuelle Stand dieses Projekts.
Sichtbar sind zunächst drei Vorschläge. Weitere Aktionen anzeigen klappt den Rest auf – insgesamt können es bis zu zehn sein.
3.1. Aufbau einer Aktionskarte
Bild 5 – Aufbau einer Aktionskarte, hier mit aufgeklapptem „Warum diese Aktion?"
- Geschätzte Zeit – wie lange der Schritt ungefähr dauert, etwa „10 Minuten".
- Chance – um wie viele Prozentpunkte die Abschlusschance steigt, wenn Sie die Aktion ausführen.
- Deal Score – um wie viele Punkte der Deal Score steigt. Das bestimmt, an welcher Stelle die Karte in der Liste steht.
- Priorität – Kritisch, Hoch, Mittel oder Niedrig.
- Teilnehmer (bei E-Mails: Empfänger) – die vorgeschlagenen Personen, mit Andere Kontaktpersonen auswählen zum Ändern.
- Warum diese Aktion? – klappt die Begründung auf: wodurch der Vorschlag ausgelöst wurde, welche Fakten zutreffen, wie viele Punkte das ergibt, woher die Regel stammt, dazu ein ausformulierter Rat unter Vorgeschlagene Aktionen.
- Aktionen – die Schaltflächen, mit denen Sie den Schritt ausführen. Darüber stehen Erledigt, Später erinnern und Löschen.
3.2. Welche Vorschläge es gibt
Die folgende Tabelle ist eine Beispielliste mit Vorschlägen, die SELLSATION mitliefert. Welche Vorschläge es bei Ihnen gibt, ist in der Administration konfigurierbar; dort lassen sich vorhandene abschalten und eigene anlegen:
| Vorschlag | Erscheint, wenn … | Priorität | Wirkung |
|---|---|---|---|
| Angebot erstellen und versenden | noch kein Angebot versendet wurde | Kritisch | +6 % |
| Kontakt reaktivieren | der letzte Kontakt mehr als 30 Tage zurückliegt | Kritisch | +10 % |
| Entscheider identifizieren | keine Person als Entscheider erkennbar ist | Hoch | +8 % |
| Differenzierung zum Wettbewerb vorbereiten | ein Konkurrenzangebot erkannt wurde | Hoch | +12 % |
| ROI Case per E-Mail senden | ein Angebot offen ist und Geschäftsführung oder Budget im Spiel sind | Hoch | +3 % |
| Entscheidungsmeeting vereinbaren | ein Angebot offen ist und kein Termin in der Zukunft steht | Mittel | +5 % |
| Produktvorteile per E-Mail senden | Präsentation oder persönlicher Termin stattfanden, aber kein Angebot vorliegt | Mittel | – |
| Überfällige Aufgabe erledigen | überfällige Aufgaben offen sind | Mittel | +6 % |
| Firmenpräsentation per E-Mail senden | weder Präsentation noch persönliches Treffen stattfanden | Niedrig | +4 % |
| Referenzen per E-Mail senden | ein Angebot offen ist, aber noch keine Referenzen versendet wurden | Niedrig | +3 % |
Jeder Vorschlag bringt seine eigene Begründung mit, etwa „Kein Angebot", „Inaktiv", „Letzter Kontakt: 138 Tage", „Konkurrenzangebot" oder „Entscheidung noch offen".
Welche Vorschläge es gibt, bestimmen Sie in der Administration unter der Next Best Actions Konfiguration: Sie können einzelne abschalten, ihre Punktzahl ändern und eigene Vorschläge anlegen – mit eigenem Titel, eigener Beschreibung und der Bedingung, wann sie erscheinen sollen.
3.3. Empfänger und Teilnehmer
Bei E-Mail-, Termin- und Anruf-Vorschlägen steht unter der Begründung ein Feld mit den vorgeschlagenen Personen – bei E-Mails heißt es Empfänger, sonst Teilnehmer.
Vorausgewählt sind alle Personen mit nennenswerter Rolle im Projekt sowie die beiden Spitzenreiter für Relevanz und Kaufinteresse. Diese beiden tragen ein kleines Symbol.
Über Andere Kontaktpersonen auswählen klappen Sie die vollständige Liste auf. Dort können Sie:
- einzelne Personen an- und abhaken,
- die Liste nach Relevanz oder Kaufinteresse sortieren,
- über Faktoren ansehen nachsehen, warum eine Person so bewertet ist.
Ist niemand ausgewählt, steht dort „Keine Empfänger ausgewählt."
3.4. Was beim Klick passiert
Der Assistent legt nichts selbst an. Er öffnet den passenden, Ihnen bekannten Dialog – vorbefüllt. Das Assistenzfenster bleibt dabei offen.
| Art des Vorschlags | Schaltflächen auf der Karte |
|---|---|
| E-Mail erstellen · Aufgabe erstellen · Notiz erstellen | |
| Termin | Terminvorschläge senden · Terminvorschlag anfragen · Aufgabe erstellen · Notiz erstellen |
| Anruf | Anruf-Aufgabe erstellen · Aufgabe erstellen · Notiz erstellen |
| Aufgabe | Aufgabe erstellen · Notiz erstellen |
| Aktivität | E-Mail erstellen · Aktivität erstellen · Aufgabe erstellen · Notiz erstellen |
Die oberste Schaltfläche ist hervorgehoben – sie ist der eigentlich vorgeschlagene Schritt. Darunter stehen die allgemeinen Wege, die es bei jedem Vorschlag gibt. Im Einzelnen:
- E-Mail erstellen – öffnet den E-Mail-Dialog mit eingetragenen Empfängern; der Text wird automatisch von der KI entworfen.
- Terminvorschläge senden – verschickt eine E-Mail mit konkreten freien Zeiten aus Ihrem Kalender, siehe nächster Abschnitt.
- Terminvorschlag anfragen – öffnet den Termindialog mit automatisch erzeugter Agenda, Einladung an die Teilnehmer und Online-Meeting-Link.
- Anruf-Aufgabe erstellen – legt eine Aufgabe vom Typ Anruf an, Betreff und Kommentar vorbefüllt.
- Aktivität erstellen – öffnet den Aktivitätsdialog.
- Aufgabe erstellen und Notiz erstellen – gibt es bei jedem Vorschlag; beide übernehmen Titel und Text des Vorschlags.
Was Sie ausführen, erscheint anschließend in der Aktionen Historie. Welche Vorlagen Ihnen in den Dialogen für Notiz, Termin, Anruf und Aktivität angeboten werden, stellen Sie in der Administration bei den Aktivitätsvorlagen ein.
3.5. Terminvorschläge senden
Dieser Button verschickt eine E-Mail mit konkreten Terminvorschlägen. Der Assistent sucht dafür in Ihrem Kalender:
- die nächsten 21 Tage,
- nur Werktage,
- nur zwischen 9 und 17 Uhr,
- in Ein-Stunden-Blöcken,
- maximal drei Vorschläge.
Als belegt gelten dabei die Termine, die in SELLSATION erfasst sind. Damit auch Outlook-Termine mitzählen, muss die Kalender-Synchronisierung eingerichtet sein – das stellen Sie in der Administration unter Microsoft 365 beziehungsweise Synchronisierung ein.
Die gefundenen Zeiten stehen bereits im E-Mail-Entwurf. Ist in den 21 Tagen nichts frei, wird eine allgemein gehaltene Terminanfrage entworfen.
3.6. Woher Priorität und Wirkung kommen
Die Priorität ergibt sich aus der Punktzahl eines Vorschlags. Jeder Vorschlag startet mit einer Grundpunktzahl, die sich je Projekt erhöhen kann – etwa bei großem Volumen, hohem Deckungsbeitrag, langer Liegezeit in der Phase, naher Fälligkeit, längerem Schweigen oder fehlendem Entscheider. Grundpunktzahl, Zuschläge samt ihren Schwellen und die Prioritätsstufen mit Namen, Farbe und Punktegrenze ändern Sie in der Administration – die Vorschläge selbst unter der Next Best Actions Konfiguration, die übrigen Werte beim KI Sales Assistenten. Dort legen Sie auch fest, ob sich „großes Volumen" am gesamten Mandanten misst oder nur an Ihren eigenen offenen Projekten.
Die Wirkung richtet sich danach, was der Schritt ausräumt. Beseitigt er ein Risiko, entspricht die Wirkung dem vollen Gewicht dieses Risikos. Soll er ein Positivsignal herbeiführen, zählt sie nur halb – dieselbe vorsichtige Rechnung wie bei der Abschlusschance.
Gereiht sind die Karten nach Wirkung, nicht nach Priorität. Ein Vorschlag mit Priorität „Mittel" und +12 % steht also über einem mit „Hoch" und +3 %.
3.7. Einen Vorschlag ausblenden
Über den Pfeil neben einem Button erreichen Sie Nicht relevant und Ausblenden. Beide entfernen die Karte aus der Liste.
Das Ausblenden gilt nur für den Moment: Sobald Sie den Reiter wechseln oder die Seite neu laden, ist der Vorschlag wieder da.
4. Buying Center
Der Reiter Buying Center zeigt alle Personen, die beim Kunden an der Entscheidung beteiligt sind, mit zwei Bewertungen: Relevanz (Gewicht bei der Entscheidung) und Kaufinteresse (wie aktiv die Person ist). Beide Werte reichen von 0 bis 100.
4.1. Aufbau der Liste
Bild 6 – Buying Center
- Sortieren nach – nach welchem Kriterium die Liste gereiht ist.
- Wichtigster Entscheidungsträger – die Person mit der höchsten Relevanz.
- Rollen – farbige Etiketten mit der Rolle im Kaufprozess.
- Faktoren ansehen – zeigt, wie die Bewertung dieser Person zustande kommt.
- Bearbeiten – Rollen ändern, Kontaktperson bearbeiten, Position als Organisationsrolle übernehmen.
- Höchstes Kaufinteresse – die Person mit dem stärksten Interesse. Sie steht nicht zwingend oben, weil die Liste nach Relevanz gereiht ist. Interesse und Entscheidungsgewicht sind zwei verschiedene Dinge, und genau das macht dieses Kennzeichen sichtbar.
Hat eine Person keine Rolle hinterlegt, steht dort „Keine Rolle". Die angezeigten Rollen sind Projektrollen und Organisationsrollen zusammen, Projektrollen zuerst.
4.2. Sortieren
Drei Möglichkeiten: Name, Relevanz und Kaufinteresse. Bei den beiden Punktwerten erscheinen zusätzlich die Rangnummer und der Wert je Person, außerdem neben der Auswahl ein Link Faktoren ansehen, der die Bewertung aller Personen für diese eine Dimension nebeneinander zeigt.
4.3. Wie die Relevanz entsteht
Die Relevanz setzt sich aus drei Teilen zusammen. Zuerst die Rolle oder Position – der höchste zutreffende Wert zählt:
| Erkannt an | Punkte |
|---|---|
| Entscheider | 40 |
| Budgetverantwortung | 30 |
| Geschäftsführung, Vorstand, CEO, CFO, Inhaber, Management | 30 |
| Prokura | 20 |
| Leitung, Leiter, Head | 15 |
| Unterstützer, Supporter, Fan | 10 |
| alles übrige | 5 |
Welche Rolle wie viel zählt, hängt am Namen der Rolle – die Erkennung sucht nach Stichwörtern wie „Entscheider", „Budget" oder „Geschäftsführung". Die Rollen selbst legen Sie in der Administration an, unter Organisationsrollen und Projektrollen. Wer eine Rolle „Entscheidungsträger" nennt, bekommt dafür also die volle Gewichtung; eine Rolle „Ansprechpartner" zählt als „alles übrige".
Dazu kommen die Aktivitäten: 6 Punkte je zugeordneter Aktivität, höchstens 30. Zugeordnet heißt: Die Person ist Hauptkontakt oder Teilnehmer.
Und die Aktualität: letzter Kontakt vor höchstens 14 Tagen bringt +15, vor höchstens 30 Tagen +8, zwischen 31 und 60 Tagen nichts, länger als 60 Tage −5.
4.4. Wie das Kaufinteresse entsteht
Beispielsweise so:
| Bestandteil | Punkte |
|---|---|
| Termine und Anrufe | 12 je Stück, höchstens 40 |
| E-Mails und Notizen | 4 je Stück, höchstens 20 |
| Letzter Kontakt bis 14 Tage | +20 |
| Letzter Kontakt bis 30 Tage | +10 |
| Letzter Kontakt 31 bis 60 Tage | 0 |
| Letzter Kontakt über 60 Tage | −10 |
| Positives Kaufsignal im Text einer Aktivität | +12 |
Als Kaufsignal gelten die Wörter Angebot, Interesse, Budget, Termin, Zusage, kaufen, bestellen, Auftrag, Demo, Präsentation – gesucht wird in Betreff, Kommentar, Ort, Teilnehmern und E-Mail-Inhalt.
4.5. Die Faktoren einer Person ansehen
Der Link Faktoren ansehen bei einer Person öffnet beide Bewertungen nebeneinander. Zu jeder steht der Gesamtwert und darunter die einzelnen Bestandteile mit ihrem Beitrag, etwa „Rolle: Vertriebsleiter +15", „12 zugeordnete Aktivitäten +30", „Letzter Kontakt vor 9 Tagen +20" oder „Längere Inaktivität −10".
Zu jedem Bestandteil, der aus Aktivitäten stammt, können Sie über Aktivitäten anzeigen die einzelnen Einträge mit Datum, Titel und den dafür vergebenen Punkten aufklappen. Damit lässt sich jede Bewertung bis zur einzelnen Aktivität zurückverfolgen.
4.6. Rollen ändern
Hat eine Person noch keine Rolle, heißt der Button Rolle auswählen, sonst Rollen ändern. Im Dialog vergeben Sie Organisationsrollen (gelten beim Kunden allgemein) und Projektrollen (gelten nur in diesem Projekt). Beides sind Mehrfachauswahlen. Ihre Änderung gilt sofort und fließt in die nächste Auswertung ein – die Rolle ist der stärkste Einzelfaktor der Relevanz. Welche Organisations- und Projektrollen es überhaupt gibt, verwalten Sie in der Administration – dort legen Sie auch fest, ob aus einer Rollengruppe nur eine Rolle oder mehrere gleichzeitig vergeben werden dürfen.
Der Button Kontaktperson bearbeiten wechselt in den Reiter Kontakte und öffnet dort den gewohnten Dialog.
Der Button Position als Organisationsrolle übernehmen erscheint nur, wenn bei der Person eine Position gepflegt ist, zu der es noch keine gleichnamige Rolle gibt. Existiert die Rolle bereits, wird sie der Person einfach zugewiesen; andernfalls öffnet sich der Dialog zum Anlegen, mit dem Namen bereits eingetragen.
4.7. Rollen für mehrere Personen auf einmal vergeben
Unterhalb der Liste steht Rollen für bestehende Kontaktpersonen vergeben. Der Dialog listet alle Kontaktpersonen des Kunden auf – auch solche, die noch gar nicht bewertet wurden – jeweils mit Name, Position und den beiden Rollenauswahlen. Bestehende Rollen sind vorbelegt, gespeichert werden nur die Personen, bei denen Sie wirklich etwas geändert haben.
Das ist der schnellste Weg, ein Buying Center von Grund auf aufzubauen.
4.8. Neue Rollen und neue Kontaktpersonen
In beiden Rollendialogen finden Sie + Neue Organisationsrolle hinzufügen und + Neue Projektrolle hinzufügen. Dort vergeben Sie einen Namen und eine Farbe; die Rolle steht danach allen zur Verfügung.
Der Button Neue Kontaktperson erstellen und Rollen vergeben unterhalb der Liste führt in den Reiter Kontakte und legt dort eine neue Person an.
5. Anzeige einstellen
Über das Zahnrad rechts oben stellen Sie ein, wie der Assistent erscheint.
Bild 7 – Einstellungen des Assistenten
- Neben Detailansicht anzeigen – Der Assistent legt sich nicht über die Detailansicht, sondern schiebt sie zur Seite. Beides ist dann vollständig sichtbar. Empfehlenswert bei großen Bildschirmen.
- Beim Öffnen automatisch anzeigen – Der Assistent geht bei jedem Verkaufsprojekt von selbst auf.
Beide Einstellungen gelten nur für Sie und bleiben gespeichert.
6. Voraussetzungen und Hinweise
- Freischaltung. Der KI Sales Assistent muss für Ihren Mandanten freigeschaltet sein. Die Freischaltung erfolgt beim Einrichten Ihres Mandanten, nicht über die Administration. Fehlt der Button in der Detailansicht, wenden Sie sich an Ihren Administrator.
- Nur in Verkaufsprojekten. Bei einem Kunden ohne Projekt erscheint der Assistent nicht.
- Jedes Öffnen rechnet neu. Deshalb dauert es einige Sekunden. Einen Knopf zum Neuberechnen gibt es nicht – schließen und erneut öffnen genügt.
- Sprache. Beschriftungen und erzeugte Texte erscheinen in Ihrer Anmeldesprache. Verfügbar sind Deutsch, Englisch, Polnisch und Tschechisch.
- Wenn der KI-Dienst gerade nicht erreichbar ist, erscheint in allen drei Reitern der Hinweis „Der KI Sales Assistent ist derzeit nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es in Kürze erneut." zusammen mit einem Wiederholen-Button. Ihre Daten sind davon nicht betroffen.
- Sehr lange Historien werden nur teilweise ausgewertet. Der Assistent liest die jüngsten Aktivitäten bis zu einer festen Textmenge. Bei Projekten mit vielen hundert Einträgen stützt sich die Auswertung also auf das Aktuelle.
- Je besser gepflegt, desto brauchbarer. Rollen, Positionen, Teilnehmer an Terminen und aussagekräftige Betreffzeilen verbessern das Ergebnis unmittelbar – sie sind genau das, woraus der Assistent seine Schlüsse zieht.
- Vorschläge bleiben Vorschläge. Nichts wird ohne Ihren Klick versendet oder angelegt, und jeder erzeugte Text lässt sich vor dem Senden ändern.
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